Wissen und mehr

Aufstellung der Projekte der Grundschule Borgstedt

Mathematischer Bereich:

o VERA Mathematik – Muster und Strukturen, Größen und Messen      (Vergleichsarbeit für Klasse 3 mit intensiver Vorbereitung parallel zum Unterricht)

o Mathemobil (alle 1-2 Jahre 2 Wochen parallel zum Unterricht für Klasse 1-4)

o Nutzung der Sinus-Materialien (parallel zum Unterricht für Klasse 1-4)

Naturwissenschaftlicher Bereich:

o Koch-/Back-Projekt (AG für Klasse 2-4)

o Schulgarten (parallel zum Unterricht für Klasse 1-4)

o Schulbesuchshund (parallel zum Unterricht für Klasse 1-4)

o Mini-Phänomenta (alle 2-3 Jahre 2 Wochen parallel zum Unterricht für Klasse    1-4)

o AID-Ernährungsführerschein (5 Vormittage für Klasse 3)

o Gemeinsames Schulfrühstück (jeden Vormittag für Klasse 1-4)

o Besuch des Green Screen Naturfilmfestivals (jedes Jahr jeweils ein Vormittag  für Klasse 1-4)

o Projekte beim AWR (jeweils ein Vormittag für Klasse 1-4)

o Vielfältige Unterrichtsprojekte (Experimentieren, Vogelfutterstellen einrichten  usw.)

Sprachlicher Bereich:

o Schülerbücherei (parallel zum Unterricht für Klasse 1-4)

o Antolin (parallel zum Unterricht für Klasse 1-4)

o Fahrbücherei (ca. alle 4 Wochen eine halbe Stunde)

o VERA Deutsch - Lesen (Vergleichsarbeit für Klasse 3 mit intensiver Vorbereitung parallel zum Unterricht)

Musischer Bereich:

o Musik-Projekt (AG für Klasse 2-4)

o Theater-Projekt (AG für Klasse 2-4)

o Handarbeits-Projekt (AG für Klasse 2-4)

o Werk-Projekt (AG für Klasse 2-4)

o Adventsbasteln (ein Vormittag für Klasse 1-4)

o Besuch des Weihnachtsmärchens (ein Vormittag für Klasse 1-4)

o 2 Besuche des Musiculums (ein Vormittag für Klasse 4)

Sportlicher Bereich:

o Fußball-Projekt (AG für Klasse 2-4)

o Tanz-Projekt (AG für Klasse 2-4)

o Lauftag (ein Vormittag für Klasse 1-4)

o Mucki-Test (ein Vormittag für Klasse 1-4)

o Völkerball-Turnier (ein Vormittag für Klasse 3+4)

o Fußball-Turnier (ein Vormittag für Klasse (3+)4)

o Fahrrad-Übungen und –Prüfung (2-3 Vormittage für Klasse 4)

o Fahrrad-Turnier vom ADAC (ein Vormittag für die Klassen 3+4)

Verhaltensprävention:

o Klassenrat (parallel zum Unterricht für Klasse 1-4)

o Fit und Stark Plus (parallel zum Unterricht für Klasse 1-4)

o (Schulbesuchshund (parallel zum Unterricht für Klasse 1-4))

Sonstiges:

o Computer-Projekt (AG für Klasse 2-4)

o Computer-Unterricht (1 Wochenstunde in Klasse 4)

o Verkehrserziehung mit der Polizei (mehrere Vormittage für Klasse 1-3)

o ADACUS Verkehrserziehung (1 Vormittag für Klasse 1)

o (Fahrrad-Übungen und –Prüfung (2-3 Vormittage für Klasse 4))

o Aktion „Toter Winkel“ (1 halber Vormittag für Klasse 3+4)

o 1. Hilfe-Kurs (2 Vormittage für Klasse 4)

o Brandschutzerziehung (regelmäßig 1 Vormittag für Klasse 1-4)

o Besuch bei der Feuerwehr (1 Vormittag für Klasse 4)

o Klassenfahrten

o Tagesausflüge (z.B. Trappenkamp, Kolonistenhof, Nordsee, NORLA)

o Monatlicher Besuch der zukünftigen Klassenlehrerin in den KiTas mit  abschließenden 2 Besuchen aller zukünftigen Erstklässler in der Schule

Demonstration "Toter Winkel"

Frau Eberhardt von der Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein war bei uns in der Schule und hat den Kindern der beiden 3. Klassen in sehr anschaulicher Form (großer LKW von der Firma Intercommerz in Borgstedt) zeigen können, wie eingeschränkt die Sicht eines LKW-Fahrers vor allem in kritischen Phasen (Kurvenfahren, Einparken, Rückwärtsfahren) in Bezug auf in der Nähe befindliche
Radfahrer ist.

Knackiger Gemüsespaß

Die Klagen sind nicht zu überhören: Unsere Kinder sind in den letzten Jahren immer dicker geworden! Übergewichtige Jungen und Mädchen sind längst keine sozialen Randerscheinungen mehr, sondern ein ernsthaftes Problem inmitten unserer heutigen Gesellschaft.
Dabei liegen die Ursachen gar nicht so sehr im Verborgenen wie man landläufig meint. Es ist doch für niemanden ein Geheimnis, dass die Essgewohnheiten
sich überall verändert haben: Immer öfter wird aus Zeitmangel darauf verzichtet, in der Familie kleine, einfache und gesunde Gerichte selbst zuzubereiten und gemeinsam eine Mahlzeit am gedeckten Tisch zu genießen. Genau hier setzt das Projekt „LandFrauen machen Schule – der Ernährungsführerschein an Grundschulen“ an.
In einem Zeitrahmen von sechs Wochen haben die 3. + 4. Klassen an der Borgstedter Grundschule viel Zeit damit verbracht, unter Anleitung der Ernährungs-Expertin Frauke Thode aus Groß Wittensee Lebensmittel mit allen Sinnen wahrzunehmen und Spaß am Selbermachen und Experimentieren zu gewinnen. Den Anfang machten lustige Brotgesichter, die zu einem ausgewogenen Frühstück gehörten, es folgten ein knackiger Gemüsespaß, kunterbunte Nudelsalate und fruchtiger Schlemmerquark. Viele Eltern halfen
mit, in zwei Stunden pro Woche den Kindern neue und spannende Erfahrungen mit rundum gesunder Ernährung zu vermitteln. In der letzten Woche stand dann der „Ernährungsführerschein“ an: In einer praktischen Prüfung ging’s um Tischkultur und um das Darbieten eines kalten Büfetts für Gäste. Eine moderne Ernährungsbildung, die Spaß macht und Wirkung zeigt.

Konstruktion von Vogelfutterstellen

Das Wissen über Vögel, ihre Lebensgewohnheiten und –räume sind wesentliche Voraussetzung für deren Schutz zur Erhaltung der Arten und unseres Lebensraums.

Daher haben sich die Kinder zunächst anhand bereitgestellter Bücher über verschiedene Vogelarten informiert, eine herausgesucht, die sie besonders interessierte, und hierzu ein Vogelbuch mit Zeichnungen und Informationen zur Lebensweise erstellt. Hierbei befassten sich die Schülerinnen und Schüler auch mit der erkenntnisleitenden Fragestellung, wo Vögel im Winter bzw. bei Schnee ihr Futter finden. Sie erkannten, dass es für einige Vögel in dieser Jahreszeit schwierig sein kann, ausreichend Nahrung zu finden und schlugen vor, Vogelfutterstellen zu konstruieren. Vogelfutterstellen erweisen sich jedoch nicht nur bei der Nahrungssuche als vorteilhaft für die Vögel, sondern begünstigen überdies auch die Neuansiedlung, die Bestandsentwicklung, den Bestandsschutz sowie die Erhöhung des Bruterfolgs (vgl. Berthold & Mohr 2006:33). Mit der Herstellung der Vogelfutterstellen und deren Verteilung auf dem Schulgelände wird eine ganzjährige Zufütterung angestrebt, denn anders als bislang angenommen, suchen sich wild lebende Vögel viel Futter selbst und lassen sich nicht einfach durchfüttern, so dass es sich immer nur um eine Zufütterung handelt (vgl. ebd:9).

Insgesamt haben die Kinder sieben Vogelfutterstellen konstruiert. Ein Team entschied sich für ein offenes Futterbrett, zwei Teams konstruierten einen Futterautomaten und die restlichen Teams Futterhäuser. Die Kinder entschieden sich durch ihr Vorwissen in dem Bewusstsein, dass unterschiedliche Möglichkeiten verschiedene Vogelarten ansprechen und vermieden durch die Vielzahl ein Konkurrenzverhalten der Vögel untereinander. Die Teamarbeit erforderte von den Schülerinnen und Schülern ein erhebliches Maß an Absprache, Kooperation und Hand-in-Hand-Arbeiten.

Futterhäuser sind die bekanntesten und am weitesten verbreiteten Vogelfutterstellen. Sie sollen nicht zu klein und mit einem Dach ausgestattet sein, um zum einen ausreichend Platz für mehrere Vögel gleichzeitig zu bieten und zum anderen, um das Futter vor Regen und Schnee zu schützen. Futterautomaten kennzeichnen sich durch nach unten nachrutschendes Futter. Von Vorteil ist hierbei, dass wenig Futter verstreut wird. Das offene Futterbrett nutzen Vögel, die nicht gerne in Futterhäuser gehen, wie z.B. Buchfinken oder Goldammern.

Die Herstelllung von Vogelfutterstellen und die damit einhergehende, angestrebte ganzjährige Zufütterung leisten somit einen wichtigen Beitrag zum Vogelschutz. Jede Vogelart kann von Bestandseinbrüchen betroffen sein. Eine Zufütterung trägt zum Schutz der Bestände und deren Stabilität bei und hilft, eine Gefährdung zu vermeiden.

Das Aufstellen der Futterstellen hat auch bei den nicht direkt beteiligten Kindern der Schule Neugierde hervorgerufen. Viele fragten bei ihren Mitschülern nach, ließen sich die Funktionsweise erklären und wollten wissen, welchen Sinn und Zweck diese Futterstellen haben.

Dieser Effekt wird in der 1. Klasse zielgerichtet aufgegriffen.

Hier wird im Unterricht ebenso über Vögel gesprochen und gemalt sowie von jedem Kind ein Vogelhäuschen aus Papier gebaut. Hierbei können sich die Kinder an den Futterstellen der größeren Mitschüler orientieren und den Werdegang sowie den realen Gebrauch nachvollziehen. Auch können sie dort die Vögel bei der Nahrungsaufnahme beobachten.

So hat dieses Projekt nachhaltige Auswirkung auf die gesamte Schule.

Nachhaltige Ernährungsweise

Bei der Schulung der Kinder für eine nachhaltige Ernährungsweise spielen mehrere Faktoren eine Rolle:

- Gesunde Ernährung.

In vielen Familien wird ganz oder teilweise auf Fertigprodukte zurückgegriffen, so dass zahlreiche Kinder den Vorgang, eine Mahlzeit komplett selbst zuzubereiten, gar nicht mehr kennen und so auch das Wissen über gesunde Ernährung nicht mehr nebenbei wie von selbst vermittelt wird. Durch das Selbermachen erfahren die Kinder auch viel über die Beschaffenheit von Lebensmitteln (Kaum einer weiß, woraus Nudeln bestehen.)

- Effiziente Ressourcennutzung (z. B. kein unnötiges Wegwerfen von Lebensmitteln durch falsche Lagerung, Umgang mit Haltbarkeitsdaten etc.)

- Einbeziehung der Eltern, da die Kinder in ihrer Ernährung stark auf diese angewiesen sind

- Umweltschutz (umweltverträglich angebaute Nahrungsmittel etc.)

Durch die gut ausgestattete und recht neue Schulküche bieten sich hierfür optimale Möglichkeiten, die neben der täglichen Arbeit  an der Schule (beim Mittagstisch) in zwei umfassenden Projekten zum Ausdruck kommen:

AID Ernährungsführerschein

Der AID-Ernährungsführerschein ist ein fertig ausgearbeitetes Unterrichtskonzept für die dritte Klasse, bei dem der praktische Umgang mit Lebensmitteln und Küchengeräten im Mittelpunkt steht. Es wird in jedem 3. Jahrgang durchgeführt. Unterstützt wird die Lehrerin durch eine Fachkraft des aid. In sechs bis sieben Doppelstunden bereiten die Schülerinnen und Schüler leckere Salate, fruchtige Quarkspeisen und andere kleine, kalte und warme Gerichte zu. Dabei lernen sie, mit echten Lebensmitteln umzugehen, zu schneiden, zu rühren, zu reiben oder auch abzuschmecken. Alle Kinder, die die schriftliche und die praktische Prüfung bestanden haben, bekommen das Führerschein-Dokument verliehen.

Ausgehend von der Zubereitung kleiner, kalter und warmer Gerichte bietet der aid-Ernährungsführerschein eine Vielfalt an Lernfeldern: Das Kennenlernen von Ernährungsbegriffen, das Einschätzen von Portionen mit Hilfe der aid-Ernährungspyramide und auch das gemeinsame Tischdecken und Essen.

Auch in diesem Projekt ist Teamarbeit gefragt. Zudem werden Verantwortungsgefühl und Zuverlässigkeit gefördert, denn die ganze Gruppe ist in Mitleidenschaft gezogen, wenn Zutaten, die mitgebracht werden sollten, nicht vorhanden sind.

Eltern spielen bei der Umsetzung des Projektes eine wichtige Rolle. Sie geben ihren Kindern Arbeitsgeräte und Lebensmittel mit und unterstützen sie beim Nachkochen der Rezepte zu Hause, was die Kinder auch sehr häufig und mit viel Stolz tun. Darüber hinaus können einzelne Eltern die Lehrkraft im Unterricht unterstützen. Auch zur praktischen Prüfung werden die Eltern eingeladen. Hier zeigen die Kinder ihnen, was sie gelernt haben und bewirten sie mit verschiedenen Speisen.

Projektunterricht Ernährung

Einmal wöchentlich findet ein zweistündiger Projektunterricht mit verschiedenen Lernangeboten (z. B. Theater, Musik, Tanz, Werken, Handarbeit, ……) statt. Hier sind die Klassen aufgelöst und die Lerngruppen gemischt. Jede Lerngruppe bleibt für den Zeitraum von eines Halbjahres bei einem gewählten Projekt zusammen.

Ein Angebot ist das Projekt „Ernährung“, das von den Kindern mit Begeisterung angenommen wird.

Hier wird über Lebensmittel und Ernährung gesprochen, eine Rezeptmappe erstellt, gemeinsam gekocht, auf Hygieneregeln geachtet, gegessen, gesäubert und aufgeräumt. Die Kinder lernen, dass Mahlzeiten gesund und gleichzeitig lecker sein und mit überschaubarem Aufwand hergestellt werden können.

Sie probieren hier in der Gruppe und selbst produziert auch gerne Nahrungsmittel, die sie zu Hause sonst ablehnen. Regelmäßig stehen, wenn es lecker duftet, Mitschüler oder Mitschülerinnen mit großen Augen in der Tür und hoffen, eine Versuchsprobe abzustauben. Diese Kinder tragen dann auch gerne das Ernährungs-Projekt auf ihrem nächsten Projekt-Wunschzettel ein.

Bei beiden Projekten sind viele Kinder begeistert und kochen das in der Schule Produzierte zu Hause nach, um es stolz der Familie zu servieren.

Tägliches gemeinsames Frühstück in der Schule

Täglich wird in jeder Klasse nach der ersten Stunde gemeinsam gefrühstückt.

Dabei verzehren die Kinder die von zu Hause mitgebrachten Nahrungsmittel. Auf Elternabenden wurde mit den Eltern jeder Klasse besprochen, wie ein gesundes Schulfrühstück möglichst aussehen sollte.

Hier wird das Erlebnis gemeinsamer Mahlzeiten vertieft und nebenbei werden bei Bedarf behutsam Themen aufgegriffen wie z. B.: Sorgsamer Umgang mit Lebensmitteln (Essen wegwerfen, nur weil man es nicht mag?), gesunde Ernährung (Lob über viele gesunde Sachen in der Dose), Hygiene (Hände vor dem Essen bzw. nach dem Toilettengang gewaschen?), soziales Miteinander (abgeben, wenn jemand sein Frühstück vergessen hat) etc.